Nachtspeicherheizung verstehen, Kosten senken, Alternativen finden

Wie Sie die Stromfresser im Alltag zähmen oder clever ersetzen
 Katze auf Heizung

Die Nachtspeicherheizung galt vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren als moderne, günstige Komfortlösung. Heute gilt sie als veraltet: Durch die gestiegenen Strompreise gehört sie zu den teuersten Heizungen überhaupt. In vielen älteren Häusern und Wohnungen sind die Geräte aber noch in Betrieb und ihre Besitzer stehen vor der Frage: Lohnt sich das Optimieren der alten Anlage überhaupt noch oder führt kein Weg an einem kompletten Austausch der Nachtspeicherheizung vorbei? 

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie eine Nachtspeicherheizung funktioniert, was sie im Betrieb wirklich kostet und ob sie überhaupt noch erlaubt ist. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie die fachgerechte Entsorgung abläuft, welche Alternativen sich lohnen und welche Förderung Sie für den Austausch nutzen können.

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Max Mustermann Portrait
Thomas Schneider
energis Kundenberater

Das Wichtigste in Kürze zur Nachtspeicherheizung

  • Funktion: Eine Nachtspeicherheizung lädt sich nachts mit günstigerem Nachtstrom auf, speichert die Wärme in einem Speicherkern und gibt sie über den Tag wieder ab. Sie braucht dafür einen separaten Stromzähler. 

  • Betriebskosten: Wegen des hohen Stromverbrauchs gehört sie zu den teuersten Heizungen. Für eine Wohnung mit 100 Quadratmetern fallen rund 2.760 Euro Stromkosten pro Jahr an, etwa doppelt so viel wie bei einer Gasheizung. 

  • Rechtslage: Ein allgemeines Verbot für Nachtspeicherheizungen gibt es nicht. Das frühere Verbot aus dem Jahr 2009 wurde 2013 wieder aufgehoben. Sie dürfen Ihre Anlage also weiter betreiben. 

  • Austausch und Förderung: Der Wechsel auf ein modernes Heizsystem senkt Ihre Kosten dauerhaft. Für das Ersetzen einer Nachtspeicherheizung gibt es bis zu 70 Prozent staatliche Förderung.

Was ist eine Nachtspeicherheizung?

Eine Nachtspeicherheizung ist eine elektrische Speicherheizung und damit eine Form der Elektroheizung mit eingebautem Wärmespeicher. Sie nutzt den Strom in den Nachtstunden, um einen Speicherkern aus Schamotte oder Magnesit auf mehrere Hundert Grad aufzuheizen. Tagsüber gibt das Gerät die gespeicherte Wärme nach und nach wieder an den Raum ab. Historisch war das attraktiv, weil Stromversorger nachts überschüssigen Strom zum günstigen Tarif anboten, den sogenannten Nachtstrom.

Wie funktioniert eine Nachtspeicherheizung?

Damit Ihre Heizung nur so viel Wärme erzeugt, wie Sie am nächsten Tag tatsächlich brauchen, regelt eine zentrale Aufladesteuerung das System. Diese Steuerung misst über einen Außenfühler laufend die Außentemperatur, schätzt daraus Ihren Wärmebedarf für den Folgetag und gibt diesen Wert direkt an den Aufladeregler in Ihrem Ofen weiter. 

So läuft der Prozess im Detail ab: 

  • Aufladen: In der Freigabezeit, meist rund 8 Stunden zwischen etwa 22 und 6 Uhr, heizen elektrische Heizelemente den Speicherkern auf. Der Strom ist dann zum günstigen Niedertarif verfügbar, tagsüber gilt der teurere Hochtarif. 

  • Speichern: Der Kern hält die Wärme über viele Stunden, da er stark gedämmt ist. 

  • Abgeben: Über den Tag erfolgt die Wärmeabgabe als Strahlung und über einen kleinen Ventilator in den Raum. Ein Raumthermostat regelt, wie viel davon abgegeben wird. 

  • Messen: Für den günstigen Nachtstrom ist ein Zweitarifzähler nötig, der Nacht- und Tagverbrauch getrennt erfasst. 

Nachtspeicherheizung richtig einstellen – wie geht das?

Wie hoch Ihre Stromkosten am Ende des Monats ausfallen, hängt massiv von der richtigen Bedienung der Nachtspeicherheizung ab. Der wichtigste Faktor ist hierbei die Auflademenge: Sie legt fest, wie viel Wärme Ihr Ofen nachts „tankt“. Als Faustregel gilt: 

  • An milden Tagen reduzieren Sie die Aufladung bewusst. 

  • An kalten Tagen erhöhen Sie die Lademenge entsprechend. 

Wer den Speicher dauerhaft auf maximaler Stufe laufen lässt, heizt völlig am tatsächlichen Bedarf vorbei und zahlt am Ende kräftig drauf. 

Tipp für den Alltag: Nutzen Sie das Raumthermostat als Ihr Feintuning. Damit steuern Sie tagsüber ganz gezielt, wie viel der gespeicherten Wärme wann in Ihre Räume abgegeben wird. 

Gibt es ein Verbot für Nachtspeicherheizungen?

Sie wissen jetzt, wie die Technik im Hintergrund arbeitet. Bevor es an den Austausch geht, brennt vielen Eigentümern jedoch eine ganz andere Frage unter den Nägeln: Muss die alte Anlage gesetzlich überhaupt stillgelegt werden? Die kurze Antwort lautet: Nein. Ein generelles Betriebsverbot für Nachtspeicherheizungen gibt es nicht. Dass sich dieses Gerücht dennoch hartnäckig hält, liegt an einer historischen Gesetzesänderung, die bis heute für Unklarheit sorgt: 

  • 2009 – Das vermeintliche Aus: Die damalige Energieeinsparverordnung (EnEV) sah vor, dass ältere Nachtspeicherheizungen in größeren Wohngebäuden ab 6 Wohneinheiten schrittweise ab dem Jahr 2020 verboten werden sollten. 

  • 2013 – Die Kehrtwende: Nur 4 Jahre später wurde dieser Beschluss offiziell wieder aufgehoben. Seitdem gilt: Sie dürfen Ihre bestehende Nachtspeicherheizung unbefristet weiter betreiben, warten und reparieren. 

Und was gilt heute? Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verlangte für neu eingebaute Heizungen bislang mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien. Diese starre Vorgabe ist mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das 2026 das GEG abgelöst hat, weggefallen. An ihre Stelle treten flexiblere, an den CO2-Emissionen orientierte Regeln wie die schrittweise Bio-Treppe. Das bedeutet für Sie: Ein akuter Handlungszwang besteht zwar nicht, sodass Sie Ihre funktionierende Nachtspeicherheizung vorerst weiter betreiben dürfen. Das gesetzliche Ziel steht jedoch unumstößlich fest: Jedes Heizsystem soll in Deutschland langfristig komplett klimaneutral laufen.

Lohnt sich eine Nachtspeicherheizung noch?

Technisch wandelt eine Nachtspeicherheizung den Strom fast vollständig in Wärme um. Ihr Gerätewirkungsgrad liegt bei nahezu 100 Prozent. Das klingt gut, ist aber irreführend: Aus einer Kilowattstunde Strom entsteht nur eine Kilowattstunde Wärme. Eine Wärmepumpe macht aus derselben Kilowattstunde Strom bei einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von etwa 3 rund 3 Kilowattstunden Wärme. Beim Wirkungsgrad im Alltag ist die Nachtspeicherheizung damit rund dreimal ineffizienter. Was diese Ineffizienz für Ihre Stromrechnung bedeutet, zeigt der Blick auf die laufenden Kosten einer Nachtspeicherheizung.

Was kostet eine Nachtspeicherheizung im Betrieb?

Bei einer Nachtspeicherheizung bestimmen die Stromkosten fast im Alleingang Ihre jährliche Rechnung. Dass das Heizen mit Strom im Vergleich zu anderen Energieträgern sehr teuer ist, zeigt der direkte Systemvergleich.  

Für ein typisches Einfamilienhaus mit circa 150 Quadratmetern Wohnfläche sieht die jährliche Kostenbilanz im Durchschnitt wie folgt aus: 

Heizsystem

Stromverbrauch / Energiebedarf

Kosten pro Jahr (circa)

Nachtspeicherheizung

rund 14.400 Kilowattstunden Strom

rund 3.000 Euro

Gasheizung

rund 15.200 Kilowattstunden Gas

rund 1.330 Euro

Wärmepumpe

rund 4.800 Kilowattstunden Strom

rund 1.000 Euro

Der Betrieb einer Nachtspeicherheizung ist etwa doppelt so teuer wie eine Gasheizung und schlägt im Vergleich zu einer modernen Wärmepumpe sogar mit den dreifachen Kosten zu Buche. 

Die Schere geht zudem immer weiter auseinander: Laut Daten des aktuellen Heizspiegels sind Wärmepumpen bereits seit mehreren Jahren durchgängig die günstigste Heizvariante. Nachtspeicherheizungen hingegen führen die Kostentabelle aufgrund der hohen Strompreise unangefochten an – weit vor Gas und Öl, deren Preise zuletzt ebenfalls wieder spürbar angezogen haben. Wer langfristig an den alten Stromspeichern festhält, sitzt also in einer anhaltenden Kostenfalle. 

Lässt sich an diesen Kosten überhaupt etwas drehen? Beim Strompreis selbst zumindest ein wenig: Wer mit Nachtspeicher heizt, sollte nicht den normalen Haushaltsstrom nutzen, sondern einen speziellen Heizstrom-Tarif. Dieser ist deutlich günstiger. Voraussetzung ist ein separater Zähler für den Heizstrom. Bei energis erhalten Sie passenden Wärmestrom für Ihre Nachtspeicherheizung. Damit holen Sie zumindest beim Tarif das Beste heraus, solange Ihre Anlage noch läuft. 

Wärmestrom-Tarif für Ihre Nachtspeicherheizung finden 

Welche Vor- und Nachteile hat eine Nachtspeicherheizung?

Lohnt sich der Weiterbetrieb für Sie oder ist der Abschied längst überfällig? Eine nüchterne Gegenüberstellung der Argumente liefert die Antwort.

Auf den ersten Blick stehen sich die Argumente ausgeglichen gegenüber:

Vorteile

Nachteile

Da im Haus keine Verbrennung stattfindet, sind weder ein Schornstein noch eine jährliche Wartung erforderlich.

Das System verursacht einen enorm hohen Stromverbrauch und führt damit zu extremen Betriebskosten.

Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu einer modernen Zentralheizung sehr gering.

Die Heizung reagiert äußerst träge, da die benötigte Wärmemenge bereits in der Nacht festlegt werden muss.

Sie können einzelne Räume völlig unabhängig voneinander und bedarfsgerecht beheizen.

Ältere Geräte können gefährliche Schadstoffe wie Asbest oder künstliche Mineralfasern enthalten.

Die verbauten Geräte zeichnen sich durch eine extrem lange Lebensdauer und eine hohe Robustheit aus.

Das Heizen hinterlässt eine schlechte Klimabilanz, sofern Sie keinen reinen Ökostrom nutzen.

Bei genauerem Hinsehen wiegen die Pluspunkte deutlich leichter. Vorteile wie der wegfallende Schornsteinfeger oder die raumweise Steuerung sind zwar komfortabel, fallen finanziell aber kaum ins Gewicht. Auch die niedrigen Anschaffungskosten sind ein Einmaleffekt, der schnell verpufft.

Die Nachteile hingegen sind eine Dauerbelastung, die Sie jeden Monat direkt im Geldbeutel spüren. Durch den immensen Stromverbrauch summieren sich die Heizkosten einer Nachtspeicherheizung über die Jahre hinweg mühelos auf mehrere 10.000 Euro. Dieser finanzielle Schaden übersteigt den einstigen Sparvorteil beim Kauf um ein Vielfaches.

Nachtspeicherheizung austauschen und entsorgen oder modernisieren: Welche Optionen haben Sie jetzt?

Wenn sich der Weiterbetrieb nicht mehr lohnt, stehen Ihnen grundsätzlich diese Möglichkeiten offen: Sie modernisieren Ihr Heizsystem mit einem neuen Gerät oder Sie tauschen die Anlage gegen eine effizientere Heizung und lassen die alte Anlage fachgerecht entsorgen. 

Modernisieren: Lohnt sich eine neue Nachtspeicherheizung?

In Medien tauchen immer wieder moderne Nachtspeicherheizung auf, die als „intelligente Stromheizungen“ beworben werden. Das klingt verlockend, doch Sie sollten hier genau hinschauen: Eine neue Nachtspeicherheizung lässt sich zwar präziser steuern, digital programmieren und flexibel in Ihr Smart Home-System einbinden – am eigentlichen Kernproblem ändert das jedoch überhaupt nichts. Aus einer Kilowattstunde teurem Strom wird auch bei der modernsten Anlage am Ende immer nur genau eine Kilowattstunde Wärme. Investieren Sie heute Geld in ein neues Speichergerät, betreiben Sie reine Kosmetik, aber keine echte Modernisierung, die Ihre Kosten dauerhaft senkt. Das gilt auch für sogenannte Teilspeicherheizungen, die nur einen Teil der Wärme nachts speichern und tagsüber mit teurerem Strom nachladen 

Macht Photovoltaik die Nachtspeicherheizung am Ende doch lohnenswert?  

Die Idee klingt vielversprechend: Man behält die Nachtspeicherheizung und gleicht die extremen Betriebskosten einfach durch kostenlosen Solarstrom vom eigenen Dach aus. In der Praxis funktioniert diese Rettung jedoch nicht. Im Winter, wenn die Nachtspeicherheizung einen sehr hohen Energiebedarf hat, liefert die Solaranlage kaum Ertrag. Sie müssen die enormen Mengen an Strom für die Nachtspeicherheizung also weiterhin fast vollständig teuer aus dem Netz zukaufen. Eine Photovoltaikanlage kann die hohen Betriebskosten dieses Heizsystems somit nicht spürbar senken – die Kombination lohnt sich schlichtweg nicht. 

Sinnvoll wird der eigene Solarstrom beim Heizen erst in Kombination mit einer modernen Wärmepumpe. energis zeigt Ihnen hier den idealen Weg: Mit einem maßgeschneiderten PV-Komplettangebot – von der präzisen Planung vor Ort über die fachgerechte Montage bis hin zum dauerhaften Service – stimmen wir die Solaranlage perfekt auf Ihr neues, effizientes Heizsystem ab, um Ihre Energiekosten nachhaltig zu senken. 

Mehr zu Photovoltaik mit energis 

Nachtspeicherheizung ersetzen: Der Umstieg auf ein effizientes Heizsystem

Arbeiten an einer Nachtspeicherheizung

Da sich Modernisierungsversuche am alten System wirtschaftlich nicht tragen, ist der komplette Austausch der Nachtspeicherheizung langfristig oft der deutlich lohnendere Weg. Welches neue Heizsystem für Sie die richtige Wahl ist, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Die Entscheidung hängt maßgeblich vom Zustand Ihres Gebäudes, der vorhandenen Dämmung und Ihrem verfügbaren Budget ab. 

Die folgende Tabelle bietet Ihnen eine Orientierungshilfe und stellt die gängigsten Alternativen mit ihren spezifischen Eigenschaften einander gegenüber:

Alternative

Stärken

Zu bedenken

Wärmepumpe

Das System bietet die höchste Energieeffizienz, arbeitet extrem klimafreundlich und wird staatlich stark gefördert.

Die Anschaffungskosten sind vergleichsweise hoch und das Gebäude benötigt eine solide energetische Basis.

Infrarotheizung

Der Umstieg gelingt sehr unkompliziert, da die bestehende Elektroinstallation im Haus direkt weitergenutzt werden kann.

Da es sich ebenfalls um eine reine Stromheizung handelt, drohen im Dauerbetrieb ähnlich hohe Stromkosten.

Gas- oder Ölheizung

Die laufenden Brennstoffkosten sind im direkten Vergleich zum teuren Nachtstrom spürbar günstiger.

Solche Anlagen sind aufgrund fossiler Abhängigkeiten und strenger Auflagen nur noch als Übergangslösung zu betrachten.

Pelletheizung

Das Heizen mit Holzpellets ist weitgehend klimaneutral und wird als erneuerbare Energie gut gefördert.

Sie benötigen im Haus ausreichend Platz für ein Brennstofflager und der Wartungsaufwand ist relativ hoch.

Biogasheizung

Es handelt sich um eine klassische Gasheizung, die jedoch mit klimafreundlicherem Biogas statt Erdgas betrieben wird.

Der Brennstoff ist nur begrenzt verfügbar, vergleichsweise teuer und es bleibt weiterhin ein Verbrennungssystem.

Fernwärme

Sie benötigen keine eigene Heizanlage im Keller und profitieren von einer oft sehr klimafreundlichen Wärmeversorgung.

Die Nutzung ist nur dort möglich, wo bereits ein entsprechendes Fernwärmenetz in der Straße verlegt ist.

Für die meisten Haushalte erweist sich die Wärmepumpe heute als die zukunftssicherste und wirtschaftlichste Wahl. Wie der Umstieg von einer alten Stromheizung auf die moderne Umweltwärme im Detail gelingt und mit welchen Investitionen Sie rechnen müssen, erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zum Umrüsten auf eine Wärmepumpe.

Nachtspeicherheizung entsorgen: Schadstoffe beachten und Kosten planen

Die Grafik zeigt, wie eine Nachtspeicherheizung und ihre Einzelteile richtig entsorgt werden.

Wer auf ein neues Heizsystem umsteigt, steht vor der nächsten Hürde: Die alten Nachtspeicheröfen sind kein normaler Sperrmüll. In Modellen mit einem Baujahr vor 1984 stecken in Dichtungen und Dämmplatten oft krebserregender Asbest sowie gesundheitsschädliches Chromat in den Speichersteinen. Ob Ihr Gerät belastet ist, verrät Ihnen ein Blick auf das Baujahr auf dem Typenschild. 

Wegen dieser Gefahrstoffe gilt bei der Entsorgung ein striktes Do-it-yourself-Verbot. Sobald der Verdacht auf Asbest besteht, greifen die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 519): Nur zertifizierte Fachbetriebe dürfen die Öfen demontieren und als Sondermüll abtransportieren. Ist das Gerät nachweislich schadstofffrei, läuft es unkomplizierter. Dann können Sie das Gehäuse als Elektroschrott und die Steine als Bauschutt entsorgen. 

Dieser Unterschied spiegelt sich auch im Preis wider. Während die Entsorgung schadstofffreie Nachtspeicherheizung meist 100 bis 150 Euro kostet, beläuft sich der Preis bei asbesthaltigen Modellen auf rund 150 bis 300 Euro. 

energis Kundenberater Thomas
Viele ältere Nachtspeicherheizungen enthalten gesundheitsschädliche Stoffe wie Asbest. Bauen Sie ein solches Gerät niemals selbst aus, sondern lassen Sie es von einem zertifizierten Fachbetrieb entsorgen. Wer ohnehin tauscht, sollte den Umstieg auf ein effizientes System direkt mitdenken. Wir beraten Sie dabei gern Schritt für Schritt.

Thomas Schneider - energis Kundenberater

Beim Austausch von Nachtspeicherheizungen: Welche Förderung gibt es?

Ein Heizungstausch kostet im ersten Schritt Geld – die gute Nachricht ist jedoch: Beim Abschied von der Nachtspeicherheizung lässt der Staat Sie nicht allein. Der Austausch wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst. Die Anträge dafür laufen zentral über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). 

Die Förderung setzt sich wie ein Baukastensystem aus verschiedenen Bausteinen zusammen: 

  • 30 Prozent Grundförderung: Diesen festen Zuschuss erhalten Sie pauschal für den Einbau eines neuen, klimafreundlichen Heizsystems auf Basis erneuerbarer Energien. 

  • 20 Prozent Geschwindigkeitsbonus: Weil der Staat den Austausch alter, ineffizienter Heizungen beschleunigen will, gibt es diesen Extra-Bonus obendrauf. Nachtspeicherheizungen sind hierfür ausdrücklich qualifiziert. 

  • 30 Prozent Einkommensbonus: Liegt das zu versteuernde Jahreseinkommen Ihres Haushalts unter 40.000 Euro, sichern Sie sich diesen zusätzlichen Zuschuss. 

Beachten Sie: Die einzelnen Boni lassen sich zwar kombinieren, die maximale Gesamtförderung ist jedoch bei 70 Prozent gedeckelt. Einen Überblick über alle aktuellen Förderungen finden Sie auf unserer Seite zu den Förderprogrammen. 

Fazit: Nachtspeicherheizung ersetzen statt modernisieren

Sie dürfen Ihre bestehende Nachtspeicherheizung zwar weiterhin legal betreiben, wirtschaftlich ist das jedoch eine Sackgasse: Extreme Stromkosten und die miserable Effizienz sprechen eine eindeutige Sprache. Wer jetzt den Schlussstrich zieht und auf eine moderne Wärmepumpe oder ein anderes zukunftssicheres System umsteigt, senkt seine Heizkosten dauerhaft und sichert sich bis zu 70 Prozent staatliche Förderung. 

Diesen Umstieg samt der fachgerechten Entsorgung der schadstoffbelasteten Altgeräte müssen Sie im Saarland nicht allein stemmen: Als Ihr regionaler Partner kümmert sich energis von der Planung des neuen Heizsystems bis zur betriebsbereiten Montage um alles aus einer Hand. 

Häufige Fragen zum Thema Nachtspeicherheizung

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